
Leis fällt der Schnee, macht alles weiß,
kalt bläst der Wind, die Erde friert.
Manch Bächlein schlummert unterm Eis,
es herrscht der Winter ungeniert.
Die Sträucher stöhnen unter Massen,
der Wald liegt noch im tiefen Traum.
Doch manch ein Vogel kanns nicht lassen,
und singt ein Lied im kahlen Baum.
Die Frühlingsblumen sind verborgen,
sie ruhen in der Erde Schoß.
Und auch Frau Sonne die hat Sorgen,
denn ihre Kraft ist nicht sehr groß.
Noch wärmt sie kaum der Erde Rücken,
und geht des Abends früh zur Ruh.
Wir schauen Kindern voll Entzücken,
beim Spiel im Schnee andächtig zu.
Doch irgendwann – noch in der Ferne,
verliert der Winter sein Gesicht.
Und ganz im Schein funkelnder Sterne,
der Frühling aus den Knospen bricht.