Kaum ist erwacht die gute Sonne,
da steig ich aus dem Bett heraus.
Denn heut mach ich mit großer Wonne,
den Frühjahrsputz im ganzen Haus.
 
Zuvor noch schnell etwas gegessen,
dazu  Kaffee, recht stark und viel.
So blicke ich nun ganz besessen,
zum Besenschrank, dem erstes Ziel.
 
Denn darin lagern all die Sachen,
Staubsauger, Besen, Teppichschaum,
der Schmutz hat heute nichts zu lachen,
So fege ich durch jeden Raum.
 
Gardinen runter von den Stangen,
das Fensterleder griffbereit.
Und mit dem Saugrohr diesem langen,
da kommen Spinnweben nicht weit.
 
Ich darf auch wirklich nichts vergessen.
Die Zeit vergeht. Schau hin zur Uhr.
ich putze heute wie besessen,
bin jedem Schmutz so auf der Spur.
 
Ich schlüpfe in die engsten Ecken,
einmal im Jahr da muss das sein.
Und fange was ich kann entdecken,
sofort mit meinem Wedel ein.
 
Sind Möbel erst vom Staube rein,
und alle Böden blitzeblank,
werd ich mit mir zufrieden sein
und räume ein den Besenschrank.
 
Das Haus erstrahlt - ich bin geschafft,
doch all die Müh hat sich gelohnt.
Schlepp mich ins Bett mit letzter Kraft,
 vorm Fenster leuchtet schon der Mond.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

 


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