
Es streift des Frühlings sanfte Hand
behutsam über Stadt und Land,
schenkt neues Leben, neues Sein,
hüllt uns in bunte Farben ein.
Trug gestern noch die Zeit ein Grau,
strahlt heut` der ganze Himmel blau.
Der Wiesen erstes zartes Grün
will voller Wonne neu erblühn,
Die Gänseblümchen, Löwenzahn,
Narziss und Tulpen nebenan,
ja selbst der weiße Fliederbaum
hat ausgeträumt den Wintertraum.
Auch mich hält es nicht mehr daheim,
und wandre in den Tag hinein.
Grüßt mich ein warmer Sonnenstrahl,
grüß ich zurück viel tausendmal.
Fühl milden Wind, der federleicht
ganz zärtlich meine Haare streicht.
Und seh, wie schon im Morgenglanz
die Vögel halten frohen Tanz.
So bin ich eins mit der Natur,
ich tanke hier die Frische, pur.
Sie ist wie reiner Lebenssaft,
und schenkt mir wieder neue Kraft.